Die Route muss zum Fahrzeug passen

4. Dezember 2009 | Von georg | Kategorie: Allgemein
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Route

Der ADAC hat erst kürzlich festgestellt, dass viele Lkw-Fahrer mit den falschen Navigationsgeräten – nämlich denen für Pkw – unterwegs sind. Fernfahrer.de hat mit dem Verkehrsexperten Andreas Schellmann von PTV darüber gesprochen, was beim Kauf von Navigationsgeräten für Lkw zu beachten ist und welches Entwicklungspotenzial die Technik noch besitzt. Das Interview führte Fernfahrer.de-Redakteur Georg Weinand.

Der ADAC hat erst kürzlich festgestellt, dass viele Lkw-Fahrer mit den falschen Navigationsgeräten – nämlich denen für Pkw – unterwegs sind. Fernfahrer.de hat mit dem Verkehrsexperten Andreas Schellmann von PTV darüber gesprochen, was beim Kauf von Navigationsgeräten für Lkw zu beachten ist und welches Entwicklungspotenzial die Technik noch besitzt. Das Interview führte Fernfahrer.de-Redakteur Georg Weinand.

Fernfahrer.de: Auf was sollten Lkw-Fahrer beim Navi-Kauf achten?

Schellmann: Wenn sie geschäftlich im Lkw unterwegs sind, sollten sie ein Gerät verwenden, dass auch über eine Lkw-Navigation verfügt und nicht nur als reines Pkw-Navi ausgelegt ist. Eine Pkw-Navi hat im Lkw nichts zu suchen. Es ist wichtig, dass die Routenempfehlungen zum tatsächlich verwendeten Fahrzeug passt. Hier gilt es zu prüfen, ob Lkw-Profile hinterlegt werden können, die auch eine Lkw-konforme Zielführung mit sich bringen und dann zum Beispiel Strecken mit zu engen Kurven vermeiden.

Fernfahrer.de: Über was sollte ein Lkw-Navigationsgerät unbedingt verfügen?

Schellmann: Wichtig ist, dass die Navigation mit Telematiksystemen koppelbar ist und so eine Navigation von Auftrag zu Auftrag möglich wird. Das Gerät sollte über ein großes und einfach zu bedienendes Display verfügen – möglichst mit Touchscreen. Auch sehr wichtig sind Möglichkeiten für Kartenupdates und eine Alternativroutenfunktion. Schließlich sind umfangreiche Fahrzeugprofile mit Parametern wie Höhe, Breite, Achsanzahl und Schadstoffklasse unabdingbar.

Fernfahrer.de: Staus sind weiterhin ein großes Problem auf deutschen Straßen. Verkehrsinfodienste wie TMC sollen den Fahrern helfen, bieten aber keine Infos in Echtzeit an. Wann können Lkw-Fahrer mit verlässlicheren Infos rechnen?

Schellmann: Im Laufe 2010 wird das Thema FCD (Floating Car Data) in diversen Piloten bereits zum Einsatz kommen. Das bedeutet, die Echtzeitinformationen über Staus werden von Fahrzeugen im fließenden oder stockenden Verkehr gesammelt und anderen Fahrzeugen zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden für sogenannte “Allways-on-Navigationsgeräte” zusätzliche Echtzeitdienste auf den Markt kommen.

Fernfahrer.de: Mit welchen nützlichen Entwicklungen können Lkw- oder Busfahrer noch rechnen?

Schellmann: Besonders nützlich wird sich die Berücksichtigen von Truckattributen erweisen. Dazu gehören Angaben zur Höhe, Breite, Länge, Glieder- oder Trailerzug. Sie können sowohl beim Routing als auch beim Alternativrouting herangezogen werden. Neue Zusatzdienste mit aktuellen Informationen zu den Themen Tanken inklusive Echtzeitpreisangaben, Parkplatzsituation mit Reservierungssystemen sowie das Angebot von Frachtenbörsen werden den Weg in die Navigationsgeräte finden.

Fernfahrer.de: Was wird das Satellitensystem Galileo für die Verkehrsnavigation bewirken?

Schellmann: Dank Galileo werden Daten valider und angebotene Dienste genauer. Transporte lassen sich lückenloser überwachen und gefahrene Touren exakter für die Abrechnung betrachten.
Besonders wertvoll ist dies für alle, für die Sicherheit ein elementarer Faktor ist. PTV hat zu diesem Zweck eine “Secure Navigation” entwickelt, die eine Überwachung sicherheitskritischer Transporte deutlich verbessert. Damit haben Transportunternehmer zudem die Möglichkeit, etwas gegen die zunehmende Straßenpiraterie auf fahrende Lkws zu unternehmen. Das neue Verfahren wurde gerade beim Ideenwettbewerb “Galileo Masters” prämiert.

6 Kommentare
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  1. Hallo zusammen,
    klasse, endlich weiß ich mal, was für die Lkw-Navigation wirklich wichtig ist! danke!
    Grüße

  2. super info
    und wer denkt an die kosten
    welcher fahrer kann sich das denn bei unseren löhnen leisten
    ist doch kein wunder das alle die navis für pkw benutzen , die sind viel kostengünstiger!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    die wenigsten chefs kaufen ein navi für lkw , denen ist es in der regel egal wie wir zurechtkommen
    habe es selber in 2 firmen erlebt ,

    wenn die dinger mal in einem bezahlbaren bereich liegen werden sich auch mehr fahrer ein lkwtaugliches navi kaufen !!!!!!!!!!!!!!

  3. Ein gutes Navigationsgerät macht die Fahrt problemlos und natürlich angenehm. Danke für die Info, werde meinem Bruder diesen Artikel weiter empfehlen.

  4. Worin besteht der unterschied zwischem, meinem Aldi Navi und einem mindestens 5 mal so teurem LKW Navi, wenn beide auf das gleiche Kartenmaterial zurückgreifen. Solange niemand entsprechend Druck auf die Länder und Kommunen ausübt, werden diese weiterhin, wie bisher üblich, sehr nachlässig mit Durchfahrtsbeschränkungen und Durchfahrtshöhen umgehen. Wir haben einen Kunden in der Nähe von Paris, den ich etliche male angeliefert habe und ein neuer Fahrer bat mich, ihm den Weg zu beschreiben. Als ich ihn das nächste mal sah, sagte er mir, das man den Weg mit einem LKW nicht fahren könnte, weil da eine 3,80 meter Unterführung sei. Sein LKW Navi zeigt Höhenbegrenzungen, die es im realen nicht gibt. eine scheinbar ineressante möglichkeit für Stadträte, den unliebsamen LKW aus der stadt zu verbannen. Es ist mir in den neuen Bundesländern auch schon aufgefallen, das über Nacht, ohne neuen Fahrbahnbelag oder ählichem, die Brücken schrumpfen. Gestern 4 Meter, Heute 3,9 Meter. Die wurden wahrscheinlich über Nacht auf 95 Grad gewaschen. Es ist ein unding, das ich, mit meinem lkw, der zu unser aller wohl unterwegs ist, etliche Kilometer umweg fahren muß, weil da 2KM einer Bundesstrasse auf 12 t begrenzt sind oder eben Brücken schrumpfen. Unser Dumpinglohn-Beruf wird täglich unattraktiver. Gute Fahrt

  5. Wer sich nur auf Navis verlässt wird bald verlassen sein. Der Verstand wird geschwächt,weil er macht Pause.
    Sucht man die Anfahrstelle merkt man sich Anhaltspunkte die bleiben im Gedächtnis haften. Daher kommt für mich ein Navi nur zur event. Unterstützung in Frage.
    Ich selbst hab jeden Tag eine neue Adresse. Wiederholungen oft erst nach einem Jahr.

  6. Hallo.Das mir einer erzählen will das es mit heutigem Datum(7.5.2010)ein gutes Navi für den LKW gibt,will mir nicht in den Horizont,War doch neulich in einer Fernfahrerausgabe zu lesen das keines der mit LKW-Funktion ausgestatteten Navis überhaubt die anforderungen eines Lkw Fahrers bewerkstelligen kann.Bin selbst fast 23 Jahre im Internationalen Fernverkehr unterwegs und kann mit Sicherheit sagen das das beste Navi immer noch der eigene Verstand ist.Bis eine Version(von welchem Hersteller auch immer)so ausgereift ist das sie in Serie geht,vergehen noch Jahre,zumal die Dinge von Leuten entwickelt werden die in erster Linie auf die breite Masse achten,das heißt,erst mal den PKW Farhrer(da gibts ja viel mehr von)und dann ganz am ende wir LKW-Fahrer,die letztendlich wesentlich mehr auf ein zuverlässiges Navigationsgerät angewiesen sind als alle andere.Aber da ist ja keine Knete mit zu machen und ist zu aufwendig.Ferner sollte sich der ADAC damit beschäftigen wo er mit angefangen ist und nicht auch noch in der LKW-Sparte versuchen noch mehr Kohle zu machen.Da gibt es in unserem Staat schon genug davon.Allen voran der Staat selbst.Aber das ist ein anderes Thema.
    Grüße,himmpi

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